Rico Loop
TBA · Black Pearl
Rico Loop ist ein One-Man-Orchester. Kein Bandmitglied, kein Backingtrack — nur er, eine Loopstation und alles, was gerade greifbar ist: Gitarre, Bass, Keyboard, Mundharmonika, Stimme, Beatbox, notfalls auch eine Glasflasche. Was auf der Bühne entsteht, wird live vor Publikum aufgebaut, Schicht für Schicht, bis aus einem einzelnen Ton ein ganzer Track geworden ist.
Angefangen hat alles mit Klavierunterricht mit zehn Jahren, im Berlin der 1980er – sein Vater arbeitete in der Musikbranche und brachte ihn früh mit Konzerten von Depeche Mode, Tina Turner und Michael Jackson in Kontakt. Mit zwanzig zog es ihn auf die Straße: Rico spielte als Straßenmusiker in der Berliner U-Bahn, tourte später als Duo durch Japan, Kanada, die USA und Europa – und lernte dabei, dass die kleinsten Orte oft die größte Nähe zum Publikum schaffen.
Den entscheidenden Moment gab es mit 33: die erste Begegnung mit der Loopstation. "Wow, das ist, wie Gott Schmetterlinge erschaffen hat", beschreibt er ihn selbst. Aus Sonntagsauftritten auf Berliner Flohmärkten wurde ein eigenes Live-Format – und aus dem Live-Format Einladungen zu Festivals und Clubs weltweit.
Man hat ihn im Berghain gesehen, bei den WooMooN-Partys in Ibiza, Barcelona und Mexiko, in Tulum, beim Scorpios auf Mykonos, beim Fusion Festival und beim Kongsberg Jazz Festival. 2018 erschien sein Debütalbum "Flower To The Moon", gemeinsam mit seinem Bruder Marcus produziert: 50 ausgewählte Loops aus über 200 Live-Aufnahmen, verdichtet zu einem Album zwischen Improvisation und Studioarbeit.
Vorbereitete Sets sind seine Sache nicht. Rico Loop improvisiert vollständig, jedes Mal neu – seine Instrumente sind für ihn das, was für einen Maler der Pinsel ist. Bei BANG! bringt er genau das mit: keinen fertigen Track, sondern einen Moment, der erst im Entstehen ist.